Driver's Seat

abacus presse & pr

Josef Clahsen
Arnikastra. 58
73733 Esslingen

Fon:    +49 (0) 711 350 90 53
Mobil: +49 (0) 170 961 57 27
Mail:   joclahsen(at)mac.com

 

Driver's Seat

PS, Drehmoment, Preis, alle Maße bis auf den letzten Millimeter, das lässt sich in der „Always-on-Gesellschaft“ überall erfahren. Auch mobil. Der Fahrersitz – Driver's Seat – ist deshalb das beste Medium, um ein neues Fahrzeug zu beurteilen. Denn unser Sitzfleisch spürt sofort und genau, wo’s zwickt. Getreu dem Motto „ich fahre, also bin ich“ tauchen hier nur Berichte über Autos auf, die ich persönlich bewegt und mit meinem Popo-Meter „gefühlt“ habe. Harte Fakten bleiben dabei oft außen vor. Dafür gibt es Einschätzungen, Bemerkungen und durchaus kritische Worte zu Dingen, die eben nicht so gut funktionieren oder über das Ziel hinaus schießen. Also, der Beifahrersitz ist noch frei. Bitte einsteigen ...

Sportbrake oder Touring

von in DRIVER'S SEAT
  • Schriftgröße: Größer Kleiner
  • Aufrufe: 1946
  • Updates abonnieren
  • Drucken
1946

Wenn einer eine Reise tut, kann er nicht nur viel erzählen. Er muss, neben Schlüssel, Portemonnaie und Kreditkarte auch etwas mehr Gepäck verstauen. Ganz besonders dann, wenn Sport auf dem Programm steht: Bikes, Gleitschirme, Aqualungen, je nach Gusto, kommt da schnell eine Menge zusammen. Und da hilft der Kombi. Früher hieß er Station Wagon und diente dazu, Reisende vom Bahnhof abzuholen. Oder nach dem Urlaub hin zu bringen. Heute haben die Kaliber mit dem großen Kofferraum allerlei Namen. Shooting Brake, T-Modell, Station Wagon (sic!), Kombi oder Sports Tourer usw. Bei Jaguar heißt das Kind des XF Sportbrake, bei BMW ist es der Dreier Touring. Beide traten mit Diesel an, der Jaguar mit 3,0 Liter Maschine, der BMW 320 d mit dem kleinen, aber kraftvollen 2-Liter Motor.

Keine Überraschung: Beim Jaguar ist alles wie gehabt, bis zur zweiten Sitzreihe. Dahinter kommt ein Gepäck-Vestibül, das es nach Umklappen der Rücksitzlehnen und Entfernen der Abdeckung mit vielen Getränkekisten, mit Heimwerker-Zeug oder auch mal einer veritablen Waschmaschine aufnimmt. Klasse. Der Verbrauch des kräftigen Sportbrake S nahm es hingegen mit wesentlich kleineren Fahrzeugen auf. Im Schnitt schnabulierte der Sportbrake 6,4 bis 7,6 Liter. Lag wohl auch am Achtgang-Getriebe, denn bei 160 km/h dreht der Motor gerade einmal 2.500 U/min.

Auch beim Dreier Touring ist usual business vorne geboten. Sauberste Verarbeitung, gute Ablesbarkeit und Handling, feine Materialien und mit den Fahrmodi EcoPro bis Sport alles geboten, was einen Tourenfahrer happy macht. Und ja, auch hier zeigt sich, dass ein Kombi nicht unbedingt die schlechte Wahl ist. Klapp & go. Und zwar mit reichlich Gepäck für vier Personen oder eben dem Geraffel, das zwei um sich sammeln, die morgens Ski fahren, mittags mountainbiken, nachmittags Gleitschirm fliegen. Und für das Aprés Ski am Abend ist auch noch Platz für stylische Klamotten. Unter fünf Liter oder nur knapp drüber verbrauchte der Diesel im neuen 3er Touring. Und das, obwohl er wahrlich kein temperamentloser Klotz ist. Im Gegenteil. Der Bumms der frühen Drehzahlen und der Achtgang-Automat sind Garant für sparsames Fahren.

0